AWEEL
2015 – 2018
Im Fokus des Forschungs- und Entwicklungs- (FuE) – Kooperationsprojektes „AWEEL“ stand die Entwicklung eines neuartigen E-Lastenrades mit einer Schnittstelle zur Aufnahme von standardisierten Behältern verschiedener DIN-genormter Größe und der teilautomatisierte, geschlossene Umschlag am Wareneingang und Warenausgang von und auf Lastenfahrräder.
Das FuE-Vorhaben wurde innerhalb von 2,5 Jahren bearbeitet. An der Entwicklung waren PEDALPOWER und das Institut für Logistik und Materialflusstechnik an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg beteiligt.
Insgesamt wurden 3 Prototypen-Reihen gefertigt. Alle drei Prototypen sind in Long John Bauform in modularer Bauweise ausgeführt, mit einer arretierbaren Doppel-Querlenker-Vorderachse. In den Details wurden jeweils verschieden Materialien eingesetzt und Konstruktionslösungen erprobt.
Prototyp #1
Stahl, sehr tiefe Ladefläche für das Container-Wechselsystem, Lenkstange
Prototyp #2
Aluminium, teilweise aus Bosch Rexroth Aluminium Profilen, sehr tiefe Ladefläche mit 400/650/800mm Länge, Seillenkung
Prototyp #3
Aluminium rund und vierkant Profile, gefederter Hinterbau, höhere Ladefläche mit mehr Bodenfreiheit, Lenkstange
Arretierung
Verschiedene Arretierungskonzepte wurden erprobt, Mechanischer Verschluss, Reibschluss, Hydraulischer Verschluss, verschließbare Luft/Hydraulik Federdämpfer






RavE-Bike
2018 – 2021
FuE Projekt – Ruf- und Leitsystem für autonome vernetzte E-Bikes
Stellen Sie sich vor: Sie bestellen ein verfügbares Verkehrsmittel zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt an den Ausgangspunkt der Fahrt, nehmen die Beförderungsleistung in Anspruch und geben es am Zielpunkt wieder frei.
Die Vorteile liegen neben der kostengünstigen und effizienten Auslastung von gemeinsam genutzten Fahrzeugflotten in der permanenten Verfügbarkeit und dem reduzierten Parkplatzbedarf im urbanen Verkehrsraum.
Systeme autonomer, vernetzter Beförderungskapazitäten mit Verkehrsmitteln eröffnen die Möglichkeit, eine Beförderung von A nach B als Mobilitätsdienst bereitzustellen. Die zwei zentralen technologischen Herausforderungen bestehen darin, das vernetzte Szenario umzusetzen und dabei die funktionale Sicherheit des autonomen Verhaltens in einer komplexen und sich ggf. rasch verändernden Umgebung abzusichern. Dazu waren Lösungen für Fragestellungen zu entwickeln, die auch im Kontext autonomer Kraftfahrzeuge oder im Bereich der Outdoorrobotik Gegenstand aktueller Forschung sind.
Für die ersten beiden Funktionsmuster wurde auf den Prototypen P2 aus dem AWeel Projekt zurückgegriffen und ein elektrisches Lenksystem aus Lenkwinkelsensor, Lenkmotor, Lenkkraftkupplung integriert. Für das autonome Fahren wurden eigenständige Brems- und Antriebssysteme eingesetzt. So konnten die Systeme zum autonomen Fahren entwickelt und verändert werden, ohne die Fahrtüchtigkeit des Lastenrades zu beeinflussen.
Im Verlauf des Projektes wurden von uns zwei weitere Funktionsmuster in Aluminium Blech-Falt-Bauweise hergestellt. Diese äußerst modular aufgebauten Modellen wurde auf höhere Zuladung, mehr Bodenfreiheit und ein verbessertes Handling hin weiterentwickelt. Die Doppelquerlenker-Vorderachse wurde komplett überarbeitet. Das Fahrverhalten konnte gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert werden. Die hydraulische Arretierung der Neigetechnik konnte per Knopfdruck und selbstständig erfolgen.
Am Ende des Projektes konnten sich die Lastenräder selbstständig im abgeschlossenen Szenario Binnenhafen Magdeburg orientieren und bewegen. Die Korrektur der Routenplanung durch stationäre bilderzeugende Systeme des Hafens konnte in Versuchen gezeigt werden. Sicheres bewegen des Lastenrades war jedoch hauptsächlich über eine Fernbedienung gegeben.









Aura
2019 – 2022
Als Folgeprojekt zum RavE Projekt wurden die Systeme zum Autonomen Fahren in Genauigkeit und Präzision weiterentwickelt. Wichtiger Bestandteil des Projektes waren jetzt erstmals Untersuchungen zu rechtlichen Grenzen und Möglichkeiten beim autonomen Fahren im öffentlichen Raum, sowie die Wahrnehmung und Akzeptanz durch andere Verkehrsteilnehmerinnen.
Wir lieferten dem Forschungsprojekt Lastenräder auf Basis der zweiten Prototypenreihe des RavE Projektes mit Aufbauten speziell auf die Anforderungen in Aura hin entwickelt. Der mit einem Rollverdeck ausgestatte Aufbau konnte die Komponenten der Fahrzeugsteuerung unterbringen, durch gepolsterte Klappsitze wahlweise Nutzlast oder Kinder aufnehmen und über ein integriertes Leuchtband mit anderen Verkehrsteilnehmerinnen interagieren.


eTrailer
2021-2023
Das FuE-Projekt „E-Trailer“ zielte auf die Entwicklung eines automatisierten Lastentransportanhängers zur Erhöhung der Transportleistung von Lastenrädern.
Die Realisierung der Entwicklung erfolgt in einem Kooperationsprojekt in Zusammenarbeit von einem KMU-Partner (Pedalpower GmbH) und einer Forschungspartnerin (Otto-von-Gericke-Universität Magdeburg).
Das Ziel war die Entwicklung eines Fahrradanhängers zum Aufnehmen, Transportieren und Abstellen von Stückgut auf Paletten. Neben dieser Hauptfunktion soll das Produkt weitere unterschiedliche Teilfunktionalitäten abbilden.
• Motorunterstützter Lastentransportanhänger, mit autarkem Antriebs- und Bremssystem
• Motorunterstütztes, Mitgänger Flurfahrzeug
• EPAL-fähige assistierte Lastaufnahme für Lasten bis zu 500 kg
• Infrastrukturlose Kopplung an das Führungsfahrzeug durch Zugkraftkompensation
• Integriertes Sicherheitssystem zur Stabilisierung des Lastenanhängers sowie des Gespanns in kritischen Fahrsituationen





